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Werbung als "Content Blocker" - Die düstere Zukunft des Publishings?

December 12, 2017

 

 

Nur sehr wenige Dinge können eine Publikation schneller zum Erliegen bringen als überwältigende Werbungen. Obwohl Verleger traditionell wenig für Werbemaßnahmen ausgegeben haben und sich stattdessen auf Mund-zu-Mund-Propaganda und Buchhändler konzentriert haben, um den Verkauf anzukurbeln, haben sich die Zeiten geändert. Direktwerbung spielt heute eine viel größere Rolle als je zuvor. Heutzutage verkaufen Publisher Ihren Content und verbinden sich mit ihren Lesern direkt über Anzeigen.

 

Die meisten Publisher verlassen sich auf Werbenetzwerke, um zahlreiche Werbetreibende für die Investition in ihre Produkte zu gewinnen. Diese Netze beschaffen sich im Gegenzug einen Teil der Einnahmen; Beispielsweise zahlt Google AdSense 68% des Umsatzes an seine Publisher und behält die verbleibenden 32%. Ironischerweise werden hier nur sehr wenige Investitionen von den Verlagen selbst benötigt. Programme wie AdSense sind kostenlos, laufen virtuell selbstständig, wenn sie richtig konfiguriert sind und erfordern kein großes technisches Know-how. Das ist viel potentielles Geld, das ohne große Anstrengung verdient wird, und das ist ein Problem.

 

Digitalpublisher haben jetzt einen sehr lukrativen Anreiz, Anzeigen über Qualitätsinhalte zu priorisieren. Dies beunruhigt sogar Technologie- und Werbeunternehmen einschließlich Facebook und Microsoft, so sehr, dass diese, eine Strategie entwickeln, um die schlimmsten Werbetreibenden des Internets, von Verbrauchern bewertet, auszumerzen.

 

Befürworter der Online-Werbung, wie Larry Downes von der Washington Post, betonen jedoch die Realisierbarkeit von Anzeigen in Bezug auf das Modell des "freien Internets": „Wenn niemand Anzeigen ansieht, werden Werbetreibende schließlich nicht mehr dafür bezahlen. In den weitgehend kostenlosen Inhalten des Internets gibt es keine sichtbaren Mittel zur finanziellen Unterstützung.“ Spielt Downes hier auf die unglückselige Zukunft des Internets und der Verleger an?

 

Also wo ist der Mittelweg? Um diesen zu finden, müssen Verleger ihre Leser an erste Stelle setzen. Für eine erfolgreiche Werbekampagne ist es erforderlich ein passendes Publikum zu haben. Sie werden keine Click-throughs erzielen, wenn es niemanden gibt, der sie die Kampagnen anklickt. Publisher können Leser und Werbetreibende anziehen, indem sie sich von Anfang an darum bemühen, qualitativ hochwertige Inhalte zu erstellen. Vernachlässigung der Qualität kann dazu führen ganze Werbestrategien zu marginalisieren und Besucher abzuschrecken.

 

Nichtsdestotrotz können großartige Online-Inhalte von überzeugenden und unaufdringlichen Werbeanzeigen profitieren. Obwohl die Ad-Blocker in den letzten Jahren durch Adware-Werbeträger verstärkt wurden und 26% der Verbraucher die Technologie allein in den USA nutzen, könnte die Verbesserung der Werbeerfahrung hier die Lösung sein. Es ist wahr: Die meisten Verbraucher installieren Werbeblocker, weil sie feststellen, dass die Mehrheit der Banner ablenkend wirken, aber dennoch gibt es viele Verbraucher, die noch keinen AdBlocker installiert haben. Es besteht immer noch Interesse an Werbung (laut den Daten).

 

PageFair und Adobes jüngster Bericht enthüllten zwei wichtige Ergebnisse. Fast die Hälfte (45%) der Befragten gab an, dass sie Ad-Blocking-Software installieren, weil sie Anzeigen als störend empfinden. 30% sagten jedoch, dass sie dies tun, um nur "eine Untergruppe spezifischer Werbung" zu blockieren. Dies sind erfreuliche Neuigkeiten. Publisher können diese Gelegenheit nutzen, um ihren Lesern zuzuhören, eine relevante Werbeerfahrung auf diese 30% zuzuschneiden und die Privatsphäre der Nutzer zu respektieren. Mit Joomag können Publisher beispielsweise native Werbung neben ihren digitalen Inhalten schalten. Native Anzeigen sind hochgradig skalierbar, bieten Kontext an und fügt sich nahtlos in relevante Inhalte ein um das Nutzererlebnis nicht zu stören. Mit anderen Worten, sie machen Sinn.

 

Fazit: Verleger müssen die perfekte Balance zwischen Qualitätsinhalt und Qualitätswerbung finden. Verbraucher werden nicht von allen Anzeigen abgeschreckt, nur von den schlechten. Deswegen sollten Publisher Content, der viral ist und abschreckende Banner enthält, weniger Aufmerksamkeit schenken und sich hingegen mehr auf die Interessen ihrer Leser konzentrieren.

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